Dienstag, 5. Juli 2011

Mehr Sorbisch in der Öffentlichkeit? Gutes kann so einfach sein!

Heute auf mdr.de:

"Unter Regie des sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst erarbeitet eine Projektgruppe derzeit einen „Maßnahmeplan für die Erhaltung der sorbischen Sprache und Kultur“. [...] Der Plan soll helfen, die sorbische Sprache mit Hilfe staatlicher Institutionen mehr in der Öffentlichkeit zu präsentieren."

Auf Anhieb, ohne jeglichen Maßnahmeplan, fiele mir da Folgendes ein:
  • Herrn Wöller zwingen, sorbische Schulen zu erhalten und - wie woanders üblich - niedrigere Klassenteiler als bei Schulen der Mehrheitsbevölkerung anzusetzen.
  • Mittel für einen konsequenten Ausbau des WITAJ-Kindergartennetzes bereitstellen.
  • Den MDR und seinen in Bälde kommenden neuen Intendanten verpflichten, endlich ein im Umfang dem sorbischen Bevölkerungsanteil entsprechendes sorbisches Fernsehprogramm zu produzieren - das wären acht Stunden statt den heutigen 25 Alibi-Minuten!
  • Und das Preiswerteste: Endlich eine konsequent zweisprachige Beschilderung durchsetzen! Eine Praxis, in der zwar jedes sorbische Dorf, nicht aber Drježdźany, Zhorjelc, Biskopicy, Žitawa und Lubij ausgeschildert sind, ist vielleicht Folklore, aber keine ernstgemeinte Zweisprachigkeit! Das gleiche gilt selbstverständlich für (Bundes-)Autobahnen und Gemeindestraßen im amtlichen Siedlungsgebiet.
Bestimmt fallen dem Einen oder Anderen noch viele weitere einfache Vorschläge ein, für die es keine Projektgruppe braucht.